Corona - looking back
- doeringphoto
- 27. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. März
Langzeit-Reportage auf Diafilm
Während der Corona-Pandemie (2020-2023) hatte ich fast immer meine alte, analoge Leica Sucherkamera dabei. Ob beim Einkaufen, Radfahren oder Spazierengehen. Jetzt bin ich endlich dazugekommen, die vielen Filme zu sichten und zu scannen. Ein Rückblick auf schwierige Zeiten.
Alle Aufnahmen auf Kodak Presschrome Diafilm 100 ASA.































Filmmaterial und Technik:
Alle Aufnahmen dieser Langzeit-Reportage sind auf alten und lange abgelaufenen Diafilmen Kodak PC 100 (Presschrome) entstanden. Solche alten Filme sind durchaus noch verwendbar, wenn sie einigermaßen kühl gelagert werden (Keller, Kühlschrank).

Ich vermute, das waren umgelabelte Ektachrome Filme gewesen, von denen größere Chargen (20er und 50er Packung) rund um die Jahrtausendwende abverkauft wurden, bevor die Digitalfotografie endgültig ins Rollen kam.
Meine Filme waren also gut 20 Jahre abgelaufen, als ich sie verwendete. Zum Glück hatte ich die Packung stets im (kühlen) Keller gelagert.
Trotzdem zeigen die meisten Dias nach der Entwicklung einen schwachen (bei Innenaufnahmen) bis deutlichen (Außenaufnahmen) Farbstich in Magenta. Diese Farbverschiebungen kann ich direkt beim Scannen der Dias (Nikon Coolscan 5000 Filmscanner) gut korrigieren mit der Scanfunktion

Digital ROC (Restauration of
Color) auf niedriger Stufe (1 von 5).
Interessanterweise haben meine alten Diaschätzchen kaum an der Nennempfindlichkeit von 100 ASA verloren. Der Grundkontrast ist aber etwas weicher geworden und auch das Filmkorn tritt bei vielen Motiven deutlicher hervor.
Der Schwarz-Weiß-Negativfilm Ilford XP-2 beispielsweise, reagiert auf eine lange Lagerung dagegen viel sensibler. Das habe ich bei ausführlichen Aufnahmetests dieser Filmsorte herausgefunden.
Lange abgelaufene Negativfilme belichte ich deshalb deutlich über und wähle dazu nach Möglichkeit kontrastreiche Motive.



