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05+08/17: Mittendrin mit dem 17-35 mm Objektiv.

Du bist ja eh ein "Weitwinkel-Fotograf", sagte neulich ein Kollege zu mir. Stimmt, dachte ich. Das Weitwinkel-Zoom 17-35 mm f/2.8 von Nikon ist mein Lieblingsobjektiv seit vielen Jahren und immer mit in der Fototasche. Es bietet eine Extrem-Perspektive bei 17 mm und einen gemäßigten Weitwinkel bei 35 mm.  Die 24 mm dazwischen nutze ich besonders gerne. Die Verzeichnung ist dann moderat und die Schärfe reicht bis in die Ecken. Das alles bei einer durchgängigen Blende von 2.8, die ein helles Sucherbild ermöglicht. Diese meine Lieblingslinse ist inzwischen gut 15 Jahre alt, robust, schwer und zuverlässig. Zwei Mal ist sie mir schon auf die Straße gekracht und  funktioniert immer noch. Der AF-Motor verweigerte nach rund zehn Jahren Dauereinsatz seinen Dienst und musste ausgetauscht werden. Diese Objektivkonstruktion  geht auf das Jahr 1996 zurück. Es war eines der ersten Objektive mit AF-S (Ultraschall-Autofokus)  und hat noch einem Blendenring. Dadurch ist dieses Zoom auch an alten analogen Nikon-Kameras (F3, F4, F5 ) nutzbar. Mein AF-S 17-35 mm hat also bereits einen Autofokus ohne direkte Stangenverbindung               

zum Kameragehäuse und ist längst durch erfolgreiche Nachfolger ersetzt worden. So etwa durch das 16- 35 mm f/4.0 oder das tolle "Referenzobjektiv" 14-24mm f/2.8.  Das 17-35 mm kann man aber immer noch nagelneu kaufen. Es ist damit das älteste Weitwinkel-Zoom im Objektiv-Programm des japanischen Traditionsherstellers, der in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen feiert..  Bei den modernen Vollformat-Spiegelreflex wie Nikon D 810, D 750 oder auch schon D4 kommt meine Lieblingslinse in den Bildecken und bei Blenden unterhalb von f4,5 an ihre Grenzen.  Besonders im Bereich von 17 bis 20 mm. Lange Zeit dachte ich über einen Nachfolger nach. Zum Schluß standen noch das Nikon 14-24 mm oder das Tamron 15-30 mm zur Auswahl. Ich habe mich für das Tamron entschieden. Der  Bereich  24-30 mm ist für mich wichtig und der Stabilisator (VC) des Tamron nicht zu verachten.  Und der macht seine Arbeit wirklich klasse. Mein altes Nikonzoom werde ich allerdins weiter parallel für die Tageszeitung nutzen,  denn da fällt die etwas reduzierte Auflösung an den Bildrändern  nicht ins  Gewicht.